Rad Race Battle Koblenz

Rad Race Battle Koblenz

Im letzten Jahr stand ich beim Rad Race Crit Cologne erstmal an der Startlinie eines der unkonventionellen Rad Race-Events: kurze schnelle Rennen, Punkrock aus meiner Schulzeit und sogar ein Livestream für die Family daheim. Ganz klar, dass es dieses Jahr auch wieder eines sein sollte. Aufgrund der Nähe fiel die Wahl auf das Battle in Koblenz im Rahmen des Pure Cycling Festivals von Canyon. Die Regeln waren einfach: aus dem Stand 0,135 km sprinten, der Schnellste kommt eine Runde weiter. Dass die Distanz nur ungefähr ein Tausendstel üblicher Triathlonradkurse umfasste, hätte mir zu denken geben sollen…

Meine Vorbereitungen begannen mit meinem ersten BikeFitting im Radladen Bikebar (Bonn/Pützchen). Zunächst wurde meine Ausgangssitzposition auf das Testrad übertragen und anschließend Schuh-, Sitz- und Lenkerposition modifiziert. Nach drei Stunden war die Optimalposition gefunden. Nun ist mein Vorbau 2 cm kürzer, der Sattel höher und mein linkes Knie eiert dank Spacer unter dem linken Schuh nicht mehr herum.  Meine alten Lauf-Einlagen erfreuen sich nun täglicher Benutzung in den Radschuhen.
 

Position vorher

Position nachher

Mein Training orientierte sich an einem 8-wöchigen Trainingsplan für Bahnsprinter von British Cycling: jeweils zwei strukturierte Einheiten auf dem Arbeitsweg und eine am Wochenende. An den anderen Tagen wurde nur locker gekurbelt. Squats und Planks wurden zum täglichen Frühsport.
 
Und dann war endlich Raceday 😀 
 
Nachdem ich beim Warm-Up zwei mal von der Rampe runtergerollt war und gemerkt hatte, dass man damit doch recht schnell beschleunigen konnte, wählte ich für den ersten Start den schwereren der beiden Gänge, die ich bei den Trainingssprints genutzt hatte: 46 x 14. 
 
Qualifying, Start 21
Ich stand etwas schief auf der Rampe und fuhr nach dem Start fast dem Nebenmann rein. Bis ich in Schwung war, vergingen entscheidende Sekunden. Luca Zeiher, der es noch bis in die Runde der 32 schaffte, war nicht einzuholen. Ich wurde Zweiter und kam damit eine Runde weiter.
 

5 – 4 – 3 – 2 -1 – …

 

… KICK IT!

Runde der 64, Start 24
Für den zweiten Start wählte ich den leichteren Gang (46×16). Kurz mit dem Kontrahenten Simon Hoffmann geschnackt, dann rauf aufs Podest, rein in die Klickies und Warten auf den Countdown. Dabei hüllte sich die Startrampe in dichten Bühnennebel und nach 5-4-3-2-1-Start ging es los. Simon kam besser weg als ich und als die Kiste endlich rollte, kam ich Tritt für Tritt wieder näher. Am Ende lag er knapp vor mir und kam anschließend noch bis zur Runde der 32.
 

Vollgas bis zum Schluss

 Zugegebenermaßen hatte ich mehr von mir erwartet. Um der Fahrt nach Koblenz trotzdem einen Sinn zu geben, fuhr ich dann noch zum Canyon Stoppomat und stellte auf der 8,4 km langen Strecke mit 350 Höhenmetern die aktuelle Bestzeit für 2017 auf 🙂  

 

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