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><channel><title>TriathlonFreunde Wittenberg e.V. &#187; thüringenULTRA</title> <atom:link href="http://www.triathlonfreunde-wittenberg.de/tag/thuringenultra/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.triathlonfreunde-wittenberg.de</link> <description>Informationen über den Bergwitztriathlon und uns</description> <lastBuildDate>Thu, 02 Feb 2012 11:14:13 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator> <item><title>Himmel und Hölle zugleich &#8211; 2. Auflage</title><link>http://www.triathlonfreunde-wittenberg.de/2011/07/19/himmel-und-holle-zugleich-2-auflage/</link> <comments>http://www.triathlonfreunde-wittenberg.de/2011/07/19/himmel-und-holle-zugleich-2-auflage/#comments</comments> <pubDate>Tue, 19 Jul 2011 07:43:37 +0000</pubDate> <dc:creator>L. Kalitzsch</dc:creator> <category><![CDATA[Wettkampfergebnisse]]></category> <category><![CDATA[100 Meilen Lauf]]></category> <category><![CDATA[Lutz Kalitzsch]]></category> <category><![CDATA[thüringenULTRA]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.triathlonfreunde-wittenberg.de/?p=2781</guid> <description><![CDATA[&#160; &#160; &#160; Hallo Sportsfreunde ! Wie schon angekündigt möchte ich über meine größte sportliche Herausforderung berichten. Der 5. Thüringen Ultra (100 km) hat zum Jubiläum einmalig eine Strecke von 100 Meilen (161km) angeboten wofür ich mich schon am 1.Januar angemeldet habe. In meiner Vorbereitung habe ich 2269 km bis zum 30.06 2011 zurückgelegt. Start [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><a
href="http://www.triathlonfreunde-wittenberg.de/wp-content/uploads/DSC034832.jpg"><img
class="alignnone size-medium wp-image-2903" src="http://www.triathlonfreunde-wittenberg.de/wp-content/uploads/DSC034832-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Hallo Sportsfreunde !</p><p>Wie schon angekündigt möchte ich über meine größte sportliche Herausforderung berichten.</p><p>Der 5. Thüringen Ultra (100 km) hat zum Jubiläum einmalig eine Strecke von 100 Meilen (161km) angeboten wofür ich mich schon am 1.Januar angemeldet habe. In meiner Vorbereitung habe ich 2269 km bis zum 30.06 2011 zurückgelegt. Start für den 5. Thüringen Ultra  (100 Meilen ) war in Fröttstätt  am 01. 07. zwischen 16 Uhr und 22 Uhr zu jeder vollen Stunde.  Zielschluss war am 02.07. um 22 Uhr.  Jeder Läufer muss seine Startzeit so wählen, dass er den km 71 zwischen 04.00 und 06.00 Uhr passiert. Kilometer 71 war auch gleichzeitig km 10 der 100 km Strecke . Zeitnahme war nur in diesem Zeitfenster möglich, wer zu zeitig ankam mußte warten und wer zu spät war, wurde aus dem Rennen genommen.</p><p>Ich hatte geplant 20.00 Uhr zu starten, dann habe ich 8 &#8211; 10 Stunden für die ersten 71 km.  Meine Planung war hinfällig, als ich etwas spät in Fröttstätt ankam. Damit ich keinen Stress habe, meldete ich mich für 21.00 Uhr und konnte somit in Ruhe etwas essen und versuchen, 1 Stunde zu schlafen.</p><p><strong><span
id="more-2781"></span>Höhenprofil der ersten 71 km von Freitag 21 Uhr bis Samstag 06 Uhr</strong></p><p>Pünktlich 21:00 Uhr war dann der Start. 12 Läufer machten sich auf den Weg der 100 Meilen. Davon wurden 4 von einem Mountainbike begleitet. Unter anderem wurde auch ich von einem Mountainbiker begleitet. Meine Radbegleitung kam aus Nordrhein-Westfahlen, ein Triathlonfreund mit dem ich schon 2 Ironman gemeinsam gefinished hatte.</p><p>Die ersten 13 km lief alles wie am Schnürchen. Mein Tempo so um die 9 km/h war genau das, was ich im Schnitt laufen wollte. Mittlerweile wurde es dunkel (kein Mond). Man konnte vor den Augen seine eigene Hand nicht sehen. Die Markierungen sind teilweise schwer zu finden, schon zuvor musste ich höllisch aufpassen, keinen Abzweig zu übersehen! Das bekannte &#8220;U mit dem Pfeil&#8221; sowie Flatterbänder mit einem Reflektor zeigen uns den Weg, manchmal sind auch Reflektoren an Bäumen angebracht, aber trotzdem, nicht ganz leicht.  Wir verließen die Betonstraße und ich lief meist so 300 m vor meiner Begleitung. Plötzlich durchbrach ein lauter Ruf “Lutz” von hinten. Die Stille in der dunklen Nacht.</p><p>Ich lief weiter und Rainer mein Begleiter rief: “Es geht nicht mehr, meine Räder sind blockiert.”. Matsch! Oh nein, und wie tief, und das so früh, na das kann ja noch etwas geben! Nach gut 13 km  habe ich schon Schuhe schwer wie Blei und frage mich, was da wohl noch so alles kommen würde&#8230; Ich lief zurück, um zu schauen was passiert war. Nun war mir klar was passiert war. Rainer’s Fahrrad war ein einziger Lehmklumpen. Es drehte sich nichts mehr. Wir wussten nicht was wir nun machen sollten. Ich baute das vordere Schutzblech ab und schaufelte den Lehm von den Rädern, damit er einigermaßen weiterfahren konnte.</p><p>Weiter ging es dann über eine Wiese Richtung Gotha. Wir waren kaum 2 km gekommen, da war das Rad wieder fest von Lehm umschlungen und ich schaufelte es wieder frei. Am Kilometer 16 waren wir in Gotha angekommen, wo auch der erste Verpflegungspunkt bereit stand.</p><p>Rainer machte sein Fahrrad sauber und wurde von den fleißigen Helfern unterstützt. Ich füllte solange meinen Trinkrucksack auf. 1 Liter meines speziellen Getränkes reicht für ca. 2 Stunden.</p><p>Und schon ging es weiter in der dunklen Nacht und das Fahrrad fuhr auch wieder. Bis zum nächsten Verpflegungspunkt.. Zwischenzeitlich mussten wir noch weitere 2 Male die Räder vom Lehm befreien. Zwischen Kilometer 34 und 39 wurden wir von den 22:00 Uhr startenden Läufern überholt und waren somit die letzten vom gesamten Lauf.</p><p>Bei Kilometer 41 ging es dann zum Hörselberg von 240 auf 480 Meter hoch. Allen Radbegleitern wurde empfohlen, den Berg unten zu umfahren. Es war zu gefährlich, da die Abfahrt unheimlich schwer war..Diesen Berg hoch zu laufen war leichter als ihn wieder herunter zu laufen.</p><p>Der Ausblick hier ist gigantisch und entschädigt für alles.</p><p>Laufen war eigentlich bergab gar nicht möglich, da der Weg einen  extrem steilen, mit aus Holz notdürftig befestigten Stufen (quer liegende Holzpfähle), von Wurzeln übersäten, matschigen Untergrund hatte. Gaaaanz langsam und vorsichtig steige ich abwärts, an laufen ist nicht zu denken, und eines ist mir auch klar, hier lasse ich wieder mächtig Zeit liegen, Mist, aber besser als zu stürzen!</p><p>Trotz allem gab es auch einige Stürze und einer hatte sich sogar das Handgelenk gebrochen und musste leider aufgeben.</p><p>Weiter ging es in die Nacht hinein. Bei Kilometer 50 angekommen wartete schon Rainer auf mich und es ging gemeinsam weiter. In dieser Nacht war es sehr kalt (bis zu 6 °C), Gegen 3:50 Uhr fing es an hell zu werden und die Stille der Nacht hatte nun auch ein Ende. Die Vögel fingen an zu zwitschern. Geschafft! Die Nacht war überstanden, aber die Zeit hing mir etwas im Nacken, denn bis 6:00 Uhr morgens wollten wir 71 km geschafft haben. Mein Zeitplan war etwas in Gefahr geraten bei den unvorhersehbaren Attacken in der Nacht. Voll im Zeitlimit haben wir dann doch noch die 71 km erreicht.</p><p>5:55 Uhr sind wir dann in Sondra angekommen.</p><p><strong>Höhenprofil der letzten 90 km (10 =71km  Samstag 6:00 Uhr  bis  18.53 Uhr  100 = 161 km)</strong></p><p>Bis zur Halbzeit bei km 80 lief ich gemächlich.wie ein Uhrwerk immer so um die 9km/h.</p><p>Von Kilometer 80 bis 96 ging es wieder einmal ordentlich Berg hoch von 330 auf 790 Meter . Nach der kurzen Nacht bekam ich nun auch meine erste Müdigkeitsphase. Ich wurde plötzlich so müde, dass mir meine Augen fast zugefallen wären. Ich wurde immer langsamer. Was kann man dagegen tun? Kein Verpflegungspunkt in Sicht. Das einzige was blieb, war sich mit Wasser abzukühlen. Da kam mir der beste Gedanke. Geregnet hatte es am Vortag genug. Also erfrischte ich mich an einer der zahlreichen Pfützen und schon war ich wieder wach. Das Wasser war eiskalt und hatte mich wieder zum Leben erweckt.</p><p>Weiter ging es zum Kilometer 100. 13 Stunden und 6 Minuten waren bis dahin vergangen und ich fühlte mich bestens.</p><p><img
class="aligncenter size-medium wp-image-2802" src="http://www.triathlonfreunde-wittenberg.de/wp-content/uploads/DSC03364-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /> </p><p>Nun machte ich auch eine Pause mit Sockenwechsel und Fußpflege. Mit frischen Socken und eingepuderten Füßen ging es weiter nach Flohseligental, wo der nächste Anstieg bevor stand.</p><p>8 km lang von 380 auf 720 Meter hoch. Nach 2/3 dieses Anstieges hatte ich meine zweite Müdigkeitsphase. Die Müdigkeit hatte mich wieder im Griff. Auf einer Bank machte ich ein kurzes Päuschen.</p><p>Als Rainer dann auftauchte, scheuchte er mich gleich auf und ich suchte kraftlos nach einer Erfrischung. Die nächsten Wasserpfützen waren meine und auch diesmal hatte es mir geholfen wieder wach zu werden.</p><p>Weiter ging es bis zum letzten höchsten Punkt von 720 Meter.</p><p>Von nun an ging es dann nur noch bergab mit nur kleinen Anstiegen in Richtung Ziel. Wir kamen an einigen Verpflegungspunkten vorbei, wo ich mir dann ein Bier gönnte, damit ich mal einen anderen Geschmack im Mund bekam. Mein Radbegleiter fuhr nun öfters weit voraus. Nächster Verpflegungspunkt war Tambach-Dietharz. Ich traute meinen Augen nicht, denn dort standen unsere Frauen. Sie warteten um uns zu motivieren. Das wir noch so gut drauf waren, hatten sie nicht erwartet.</p><p>Hoch motiviert ging es weiter in die letzten 37 km.</p><p>Nach cirka 2 Stunden kamen wir nach Tabarz wo wir die letzte Pause machten. Wie seit Anfang April ausgemacht, haben wir dann eine Thüringer Rostbratwurst gegessen *lecker*.</p><p>Als Generalprobe hatten wir uns nämlich auch schon einmal im April getroffen und die Strecke in 3 Tagen abgelaufen, wo wir den leckeren Bratwurststand entdeckten und uns gleich eine für den heutigen Tag reserviert hatten. Bei diesem letzten Halt, 13 km vor dem Ziel, merkte ich schon die Verhärtung meiner Muskulatur in den Oberschenkeln. Das Laufen fiel mir anfangs etwas schwer, aber nach einigen Minuten lief alles wie immer. Schritt für Schritt mit einem Puls von ca. 120 ppm.</p><p><img
class="aligncenter size-medium wp-image-2801" src="http://www.triathlonfreunde-wittenberg.de/wp-content/uploads/DSC03367-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></p><p>Alles im grünen Bereich. Beim Passieren des letzten Verpflegungspunktes bei 156 km wurde jeder Läufer + Begleiter gefeiert wie ein Sieger. Etwa 20 Cheerleader standen am Wegesrand, die Bässe der Musik dröhnten. Es war ein Genuss. Die letzten Minuten bis zum Ziel waren gezählt. Mein Adrenalinspiegel war so hoch, dass ich mein Tempo um 1 km/h für die letzten Kilometer problemlos erhöhte und somit immer noch locker ins Ziel kam.</p><p>Ich war so stolz auf mich und Rainer nach 21 Stunden und 53 Minuten in das Ziel gelaufen zu sein.</p><p>Unsere Frauen umarmten uns und waren glücklich ihre Ironmänner unversehrt nach einer solchen Megastrecke und Zeit wieder zu haben.</p><p><img
class="aligncenter size-medium wp-image-2805" src="http://www.triathlonfreunde-wittenberg.de/wp-content/uploads/1310546898365l-241x300.jpg" alt="" width="241" height="300" /></p><p>Hier noch einige Daten;</p><ul><li>3200 Höhenmeter</li><li>161 km in 21:53:40 h gelaufen.</li><li>Durchschnittspuls  117</li><li>Maximalpuls 149</li><li>Kalorienverbrauch 9680</li><li>Lungenluftvolumen 6400</li></ul><p>Verpflegung:</p><ul><li>9,0 l meines speziellen Getränkes</li><li>3 Becher Bier</li><li>2 Bananen</li><li>2 Hände voll Plätzchen</li></ul><p>Artikel der Mitteldeutschen Zeitung vom 18.07.2011: <a
href="http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&amp;atype=ksArtikel&amp;aid=1310546898344&amp;openMenu=1121028317628&amp;calledPageId=1121028317628&amp;listid=1121028317620" target="blank">Thüringer Bratwurst zur Belohnung</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.triathlonfreunde-wittenberg.de/2011/07/19/himmel-und-holle-zugleich-2-auflage/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>5. Thüringen Ultra 100 Meilen (161 km)</title><link>http://www.triathlonfreunde-wittenberg.de/2011/07/04/5-thuringen-ultra-100-meilen-161-km/</link> <comments>http://www.triathlonfreunde-wittenberg.de/2011/07/04/5-thuringen-ultra-100-meilen-161-km/#comments</comments> <pubDate>Mon, 04 Jul 2011 20:07:23 +0000</pubDate> <dc:creator>L. Kalitzsch</dc:creator> <category><![CDATA[Wettkampfergebnisse]]></category> <category><![CDATA[100 Meilen Lauf]]></category> <category><![CDATA[Lutz Kalitzsch]]></category> <category><![CDATA[thüringenULTRA]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.triathlonfreunde-wittenberg.de/?p=2757</guid> <description><![CDATA[Hallo liebe Sportfreunde, ich lebe noch !!! Meinem ersten 100 Meilen (161 Km) Ultralauf mit 3200 Höhenmeter habe ich sehr gut überstanden. Ich benötigte 21 Stunden und 53 Minuten. Das war Platz 5 von 27 Startern in der Altersklasse und Gesamtplatz 22 von 106 Läufern. 13 Läufer sind bei Km 100 ausgestiegen. Ein ausführlicher Bericht folgt [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo liebe Sportfreunde,<br
/> ich lebe noch !!!</p><p>Meinem ersten 100 Meilen (161 Km) Ultralauf mit 3200 Höhenmeter habe ich sehr gut überstanden. Ich benötigte 21 Stunden und 53 Minuten. Das war Platz 5 von 27 Startern in der Altersklasse und Gesamtplatz 22 von 106 Läufern. 13 Läufer sind bei Km 100 ausgestiegen.</p><p>Ein ausführlicher Bericht folgt noch. Jetzt fahre ich erst einmal in den Urlaub an die Ostsee und werde mich erholen und entspannen.</p><p>Bis bald und herzliche Grüße von Eurem Joe Kelly (Lutz) !!!</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.triathlonfreunde-wittenberg.de/2011/07/04/5-thuringen-ultra-100-meilen-161-km/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>3</slash:comments> </item> <item><title>thüringenULTRA – Himmel und Hölle zugleich</title><link>http://www.triathlonfreunde-wittenberg.de/2010/07/08/thuringenultra-%e2%80%93-himmel-und-holle-zugleich/</link> <comments>http://www.triathlonfreunde-wittenberg.de/2010/07/08/thuringenultra-%e2%80%93-himmel-und-holle-zugleich/#comments</comments> <pubDate>Thu, 08 Jul 2010 17:44:22 +0000</pubDate> <dc:creator>L. Kalitzsch</dc:creator> <category><![CDATA[Wettkampfergebnisse]]></category> <category><![CDATA[100 km Lauf]]></category> <category><![CDATA[Lutz Kalitzsch]]></category> <category><![CDATA[thüringenULTRA]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.triathlonfreunde-wittenberg.de/?p=1923</guid> <description><![CDATA[Die gute Vorbereitung hat sich gelohnt für mein 1. Ultra-Debüt auf der 100-km-Distanz. Seit 1. Januar habe ich mich auf diesen sportlichen Höhepunkt vorbereitet. In der Summe habe ich rund 1.875 Kilometer zurückgelegt, bevor am Samstag Morgen (3. Juli) um vier Uhr der Startschuss des 4. ThüringenULTRA fiel. Mein Ziel: gesund ankommen – Zeit spielt keine [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><img
class="size-medium wp-image-1925 alignleft" style="margin: 5px;" title="Vor dem Start" src="http://www.triathlonfreunde-wittenberg.de/wp-content/uploads/DSCI0019-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></p><p>Die gute Vorbereitung hat sich gelohnt für mein 1. Ultra-Debüt auf der 100-km-Distanz. Seit 1. Januar habe ich mich auf diesen sportlichen Höhepunkt vorbereitet. In der Summe habe ich rund 1.875 Kilometer zurückgelegt, bevor am Samstag Morgen (3. Juli) um vier Uhr der Startschuss des 4. ThüringenULTRA fiel. Mein Ziel: gesund ankommen – Zeit spielt keine Rolle.</p><p>Gegen 02:30 Uhr signalisierte  der Wecker meines Mobiltelefons, dass es nun Zeit zum Aufstehen war. Schon in einer guten Stunde sollte der Startschuss fallen. Ich streifte mir meine kurze, enge Laufhose über, zog das Lauf-Shirt an und schützte empfindliche Stellen auf der Haut mit etwas Puder. Bei rund 14° C konnte ich auf eine Laufjacke verzichten. Schließlich versprach der Wetterbericht, dass es sehr heiß werden würde. Zwei halbe Brötchen und eine Tassen Kaffee, das war mein Frühstück. Ruckzuck war es auch schon zehn vor vier, also höchste Zeit, in den Startbereich zu gehen. Die Stimmung war fröhlich, alle fieberten dem Startschuss entgegen. Es gab überhaupt keine Unruhe unter den Läuferinnen und Läufern. Aber eine gewisse Vorfreude auf den bevorstehenden Langstreckenlauf lag in der Luft.</p><p><span
id="more-1923"></span><br
/> Dann fiel auch schon der Startschuss, der keiner war, sondern ein zischender und sprühender Silverster-Feuerwerkskörper. Der Moderator sagte: „Ja, los jetzt, das war der Startschuss!“ Und schon setzten sich die 260 Läuferinnen und Läufer in  Bewegung, begleitet von etlichen Fahrradbegleitern. Skandinavische Baumfackeln säumten die ersten hundert Meter, einige Fröttstädter Frühaufsteher standen an der Strecke und applaudierten als wir durch die kleine Ortschaft liefen. Keine fünf Minuten nach dem Start führte die Route aus dem Ort heraus über schmale Straßen durch Wiesen und Äcker. Kleine rote Lämpchen und rote Flatterbänder an Bäumen und Sträuchern markierten die Strecke. Es dämmerte als die Landschaft im morgendlichen Dunst sichtbar wurde. Thüringens Wald-und-Wiesen-Landschaft zeigte sich von ihrer schönsten Seite. Fast ganz hell war es, als wir unter der Autobahnbrücke hindurch trabten und die ersten Hügel vor dem Thüringer Wald hinauf liefen.</p><p>Doch bald wurden die Wege steiler. Wir erklommen die ersten Berge, liefen über offene Wiesen und Waldwege. Ich genoss weiterhin die Landschaft und war erstaunt, wie schnell die ersten 24 km bis zum ersten Wechselpunkt für die Staffelläufer hinter mir lagen. Die Strecke führte weiter zum Dreiherrenstein, ein Stück den Rennsteigweg in Richtung Unterer Beerberg, eine Gegend, die mir bekannt vorkam. Ganz bestimmt führte die Strecke damals beim Supermarathon genau hier entlang. Als ich die Verpflegungsstelle Brotterode bei Kilometer 29 etwa gegen 7:25 erreichte wurde es auch so langsam warm. Der Weg führte nun über eine gemähte Wiese zum Unterberg. In den Wäldern und auf den Höhen war es bis dahin gar nicht so sehr warm. So ließ es sich gut laufen. Ich teilte aber dennoch meine Kräfte ein und beherzigte den Rat, die Anstiege gehend zu überwinden und es an den Gefällestrecken einfach rollen zu lassen. Ich dachte darüber nach, ob das wirklich die bessere Taktik in diesem Gelände ist. Denn schließlich waren es ja in der Summe etwa 2.150 Höhenmeter, die auf der gesamten Strecke überwunden werden mussten. Und die steigenden Temperaturen bereiteten mir zunehmend Sorge. Wäre es da nicht günstiger am Anfang schneller zu laufen und auch die Anstiege im Laufschritt zu nehmen, so weit das  möglich ist? So käme ich sicher ein größeres Stück voran. Ich hielt mich aber an die Tipps der alten Ultra-Meister und hielt mich im Zaum. Es ist schon ein Phänomen: Unterwegs überholt man immer wieder die gleichen Läuferinnen und Läufer. Wenig später wird man selbst wieder von den gleichen Läuferinnen und Läufern eingeholt. So kam ich mit Andre Hall aus Texas (USA) ins Gespräch. Wir liefen in etwa das gleiche Tempo. Kurz hinter dem Weinberg (583 m ü.N.N.) bei Trusetal führte uns die Route auf einen asphaltierten Weg Richtung Kleinschmalkalden. Der Weg schmiegt sich sanft in die Landschaft. Leicht abschüssig beschleunigte er unsere Schritte. Bald ging es im flotten Laufschritt über eine Eisenbahnbrücke und unmittelbar danach durch einen kleinen Tunnel. Es lief sich einfach herrlich.</p><p>Gut eine halbe Stunde später erreichte ich den Verpflegungs- und Wechselpunkt bei Kilometer 51. 6 Stunden benötigte ich bis hier hin. Ich füllte meine Trinkflaschen wieder mit  Wasser und mischte mein Spezialgetränkepulver unter. Wenig später brach ich zur dritten Etappe auf. 24 Kilometer wollten nun  größtenteils im Laufschritt bezwungen werden. Die ersten Kilometer der dritten Etappe hatten es jedoch in sich. Stetig ging es bergauf, nicht sehr steil, aber es zog sich in die Länge. Nun wurde es doch schwerer und schwerer, die Berge zu erklimmen. Am Dreiherrenstein am Hangweg führte uns die Strecke wieder über den Rennsteig Wanderweg zur Ebertswiese, auf der sich beim Rennsteiglauf ein Verpflegungspunkt befindet. Ich habe die Stelle aber nicht unbedingt wiedererkannt, wohl aber den Rennsteigweg dorthin. Bis kurz vor dem Wechselpunkt zur vierten Etappe bei Kilometer 74 lief ich gemeinsam mit  Andre Hall. Inzwischen wurden meine Beine doch schon sehr müde. Aber mit den Gesprächen unterwegs wurde das Laufen doch deutlich leichter. Auch wenn wir jetzt bei den leichtesten Anstiegen in einen lockeren Spaziergangschritt übergingen. Die Strecke führte nun über etwas offenere Landschaften des Thüringer Waldes. Malerische Ausblicke lenkten uns von den Strapazen ab. 21 Kilometer vor dem Ziel gab es wieder eine Verpflegungsstation. Jetzt war es also nur noch eine Halbmarathondistanz, die uns vom Ziel in Fröttstädt trennte. Die Beine wurden schwerer und schwerer. Schon lange hatte ich die Höhen des Thüringer Waldes hinter mir gelassen. Daher war es deutlich wärmer, mit Sicherheit wärmer als 30° C. Teilweise gehend dann wieder langsam trabend. Aber immerhin kamen ich mit jedem Schritt dem Ziel etwas näher.</p><p
style="text-align: center;"><img
class="aligncenter size-medium wp-image-1926" title="Im Ziel" src="http://www.triathlonfreunde-wittenberg.de/wp-content/uploads/DSC02501-206x300.jpg" alt="" width="206" height="300" /></p><p>Etwa zehn Kilometer vor dem Ziel hörten ich Musik, einen Moderator und Anfeuerungsrufe von Fußballfans. Das WM-Spiel Deutschland gegen Argentinien war bereits angepfiffen. Mir war natürlich schon beim Start am Morgen klar, dass ich es nicht schaffen würde, das Ziel vor dem Anpfiff zu erreichen. Bald hörte ich den Jubel, als das erste Tor für Deutschland in der dritten Spielminute fiel. Kurz danach wurde aber auch ein Läufer  anmoderiert. Damit war klar, dass es der Verpflegungspunkt bei Kilometer 95 sein musste. Jede Läuferin, jeder Läufer wurde namentlich angekündigt. Toll. Das motivierte ungemein, den Laufschritt bis zum Verpflegungspunkt durchzuhalten. Zum Schluss habe ich meine Trinkflasche mit Cola gefüllt und konnte somit noch voll durchlaufen bis zum Ziel.<br
/> Nach 13 Stunden und 6 Minuten habe ich meinen ersten.100 km Lauf mit 2100 Höhenmeter und bei dieser Hitze ohne Probleme gefinisht.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.triathlonfreunde-wittenberg.de/2010/07/08/thuringenultra-%e2%80%93-himmel-und-holle-zugleich/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>5</slash:comments> </item> </channel> </rss>
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